Wir, der Verein Elisabeth-Aue, dürfen zum Fund von Asbestrohren auf der Elisabeth-Aue wie folgt Stellung nehmen:

Der Verein Elisabeth-Aue hat sich zum Ziel gesetzt, die Elisabeth-Aue als grüne Lunge und als Teil des Naturparks Barnim zu erhalten. Grundsätzlich sind wir gegen jegliche Bebauung der Elisabeth-Aue. Derzeit finden Baumaßnahmen für die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften statt in dessen Zuge Asbestrohre zum Vorschein kamen. Die Felder wurden zu DDR-Zeiten als Rieselfelder genutzt, die Rohre wurden zu dieser Zeit verlegt.

Im Zuge der Baumaßnahmen wurden diese an die Oberfläche befördert und teilweise zerstört, was eine Freisetzung von Asbest in die Umwelt bedeutet. Folglich ist eine Gefährdung sowohl für die Anwohner als auch für die Flüchtlinge nicht auszuschließen.

Wir fordern daher den Senat und den Bezirk auf,

  • Bis zur Klärung der Sachlage einen umfassenden und nachweislichen Baustopp zu erwirken,
  • Eine Altlasten- und Schadstoffuntersuchung zu beauftragen,
  • Ein Baugrundgutachten vorzulegen, das die Eignung als Baugrund bzw. deren Bedingungen beinhaltet. Dies muss nicht nur die Untersuchung der Gefahr durch Asbestrohre, sondern auch die Untersuchung des gesamten Geländes bis zu einer Tiefe von 4m auf deren Schadstoffbelastung, insbesondere Schwermetalle aufgrund der intensiven Nutzung als Rieselfeld umfassen.

Elisabeth-Aue e.V.

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