Nachdem am 20.September 2019 die Pankower SPD von den Großbauplänen auf der Elisabeth-Aue abgerückt ist, hat nun auch die Berliner SPD Abstand davon genommen (Tagesspiegel vom 02.12.2020) und unterstützt ebenfalls das Konzept des Kleingartenparks.
Im heutigen Tagesspiegel rückt die Bezirksfraktion der SPD von Neubauplänen ab und unterstützt ebenfalls das Konzept des Kleingartenparks.
Der Elisabeth-Aue e.V. unterstützt das von Johannes Kraft und Dirk Stettner gemeinsam mit vielen anderen Initiativen entstandene Positionspapier.
Mitte Juni 2019 ist der Entwurf der Initiativgruppe Bürgerstadt Buch zur Bebauung des Berlin Nordens veröffentlicht worden. Die Gruppe um Julia Tophof,
Günter Fuderholz, Winfried Hammann, Friedrich Stark und dem SPD-Mitglied Volker Härtig präsentiert auf Ihren Webseiten und einem YouTube-Video die Idee einer Totalbebauung des Berliner Nordens. Weiterlesen
Wir, der Verein Elisabeth-Aue e.V., haben uns entschlossen, die Initiative Elisabeth-Aue zu unterstützen. In unserer Satzung haben wir uns zum Ziel gesetzt, die größtmögliche Erhaltung der Fläche zu erreichen. Wir sehen dieses Ziel im Einklang mit der Initiative und unserem Nutzungskonzept:
- Frischtluftzufuhr bleibt gewahrt
- Verkehrsinfarkt wird verhindert
- Gemäßigte Randbebauung
- Errichtung einer Schule
Die restliche Fläche wird dabei als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und ist daher vor erneutem Zugriff geschützt.
Wir haben in unserem Downloadbereich das Gutachten zur stadtklimatischen Situation der Elisabeth-Aue hinzugefügt.
Prof. Dr. Sahar Sodoudi, Professorin für Stadtklima am Institut für Meteorologie, Freie Universität Berlin stellt im Interview in der TAZ „Die Leute haben Hitzestress“ vom 08.08.2018 fest:
Ausschnitt:
TAZ: Berlin ist eine grüne Stadt. Es müsste uns doch gut gehen.
Sodoudi: Ja, 44 Prozent, fast die Hälfte von Berlin, sind grün. Aber wo die Bebauung sehr dicht ist, haben Leute trotzdem Hitzestress. Überall in der Stadt müssen deshalb flächendeckend kleine Parks entstehen.
TAZ: Grünflächen wie die Elisabeth-Aue sollen bebaut werden. Hat das Folgen für das Stadtklima?
Sodoudi: Ja. Unsere Messstation in der Elisabeth-Aue misst mit die niedrigsten Temperaturen von unseren insgesamt 34 Stationen. An einem Tag mit über 30 Grad Celsius geht die Temperatur dort nachts auf 16 Grad herunter. Baut man solche Kälteinseln zu, verschlechtert das das Stadtklima. Es wird heißer – es entsteht eine Wärmeinsel.
TAZ: Also lieber gar nicht bauen?
Sodoudi: Berlin wächst. Wir brauchen neue Lebensräume, mehr Wohnungen. Aber wenn wir bauen, müssen wir klimatische Folgen bedenken. Bebauung hat immer negative Auswirkungen, wir können aber versuchen, sie zu minimieren.
Die Position der CDU auf Landesebene hat sich nach dem Debakel um den Blankenburger Süden geändert: Auch die CDU im Abgeordnetenhaus ist nun wie auch die CDU auf Bezirksebene gegen die Bebauung. Und das zu Recht!
Am 24.01.2018 haben wir in einem offenen Brief die Fraktionen der Partei DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen der Bezirksverordnetenversammlung zu Pankow zu Ihrem Abstimmungsverhalten zur Elisabeth-Aue befragt.